Dienstag, 25. Januar 2022
Notruf: 112

Einsatz - F 2 Y, Brand in Wohngebäude mit Teileinsturz nach Explosion

Alsfeld (pw). Ein Wohnhaus explodierte am Donnerstagmorgen im Alsfelder Stadtteil Altenburg, wenig später raste ein Auto mit einer brennenden Gasflasche auf dem Alsfelder Marktplatz in einen Tchibo-Laden. Vier Menschen wurden verletzt, ein 62-jähriger Mann, der vermutlich für beides verantwortlich ist, schwebt in Lebensgefahr.

Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Offenbach geflogen.

Für über 150 Rettungskräfte kam es zu einem Großalarm. Alleine über 100 Feuerwehrleute löschten das nach der Explosion lichterloh brennende Wohnhaus in einer Reihenhaussiedlung. Während der Löscharbeiten soll es laut Augenzeugenberichten immer wieder zu kleineren Explosionen in dem Haus gekommen sein. Eine 91-jährige Frauwurde von einem 53-jährigen Nachbarn aus der Reihenhaussiedlung gerettet. Sowohl die 91-Jährige als auch der Nachbar wurden leicht verletzt. Unter Atemschutz suchten mehrere Feuerwehrleute in der brennenden Reihenaussiedlung nach Verletzten.

Parallel bekämpften Feuerwehrleute auf dem Alsfelder Marktplatz die Flammen, die aus dem verunfallten Auto schlugen. Laut Augenzeugen soll das Fahrzeug mit einer brennenden Gasflasche auf dem Beifahrersitz frontal in die Schaufensterfront des Kaffeegeschäfts gerast sein. Ein 77 Jahre alter Passant wurde von dem brennenden Pkw erfasst und schwer verletzt. Nur aus sicherer Entfernung konnten die Alsfelder Brandschützer das Feuer löschen, da die brennende Gasflasche im Auto zu explodieren drohte. Zwei Rettungsteams und ein Notarzt waren zur Versorgung der beiden Verletzten im Einsatz. In der Folge landete am Alsfelder Kreiskrankenhaus ein Rettungshubschrauber, der einen Mann mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik flog. Nach noch unbestätigten Informationen soll es sich bei dem Mann um einen 62-jährigen Altenburger handeln, der zuvor auch die Explosion in der Reihenhaussiedlung verursacht haben soll. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Polizei bestätigen den Amoklauf des 62-jährigen Altenburgers bislang nicht. „Ein Zusammenhang zwischen dem Brand in Altenburg und dem brennenden Opel Corsa auf dem Marktplatz in Alsfeld scheint nach derzeitigem Ermittlungsstand wahrscheinlich. Die Ermittlungen hierzu dauern“, so ein Polizeisprecher.

Neben Stadtbrandinspektor Michael Eilts und Wehrführer Carsten Schmidt, koordinierte auch Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland  den Großeinsatz für die Rettungskräfte. Bürgermeister Stephan Paule sprach an der Brandstelle von einem „schwarzen Tag für Alsfeld“. Neben den Rettungskräften von Feuerwehr, THW, DRK und Polizei zeigte die Bevölkerung von Altenburg eine beispiellose Hilfsbereitschaft. Nachbarn des Unglücksortes versorgten die Helfer sofort mit Getränken und Essen. Im Dorfgemeinschaftshaus wurde eine Notunterkunft für die Bewohner der Reihenhaussiedlung eingerichtet. Ortsvorsteher Heinz Heilbronn hob dort das Engagement der Helfer ausdrücklich hervor: „Ohne eine Minute zu warten, wurde angepackt und geholfen“.

Alle vierzehn Bewohner der Reihenhaussiedlung sind obdachlos, da diese nicht mehr bewohnbar ist. „Das Feuer hat sich durch den gesamten Dachstuhl ausgedehnt“, so Stadtbrandinspektor Michael Eilts am Brandort. Neben der Notunterkunft im DGH wurden die Bewohner bei Bekannten untergebracht. Das Technische Hilfswerk war im Einsatz, um das einsturzgefährdete Gebäude abzusichern. Neben Brandermittlern der Kriminalpolizei nahmen auch Spezialisten des Landeskriminalamts die Ermittlungen zu den Ursachen der Brände und Explosion auf. Am Brandort wurden angebrannte 500-Euro-Scheine gefunden, in welchem Zusammenhang dieser Fund steht, ist noch unklar.

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