1939-1945

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Die Freiwillige Feuerwehr während des zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945

 

1Bei Kriegsausbruch Anfang September 1939 mussten innerhalb kurzer Zeit 60 Mann vom aktiven Mannschaftsbestand zum Wehrdienst einrücken. Darunter war auch Hauptbrandmeister Franz Hartmann. Zur Ergänzung fanden sich 75 nicht wehrdienstpflichtige Personen bereit, den Dienst für die eingezogenen Kameraden zu versehen. Am 16. 2. 1940 wurde Oberbrandmeister Hans Thöt durch Bürgermeister Dr. Völsing mit der weiteren Führung der Wehr beauftragt.

Im Jahre 1942 erhielt die Wehr ein weiteres, jedoch neues Löschfahrzeug 2
(LF 8). In der zweiten Hälfte des Krieges, ab 1943, übernahm Gg. Reuscher die Führung der Wehr.

Der verstärkt einsetzende Luftkrieg, die Bombardierung der Städte, forderte den äußersten Einsatz. Kamerad Heinrich Post als Zugführer und Julius Vagh, der das LF 8 mit seiner bewährten Mannschaft führte, kamen zu insgesamt 14 Einsätzen in Frankfurt, Kassel und Gießen. Die Stadt Alsfeld blieb zum Glück vor 3größerem Schaden durch den Luftkrieg verschont, doch musste die Wehr trotzdem mehrmals hier eingesetzt werden. Beim Brand der Lackfabrik Diegel Anfang 1945 ging die Lafettenmotorspritze aus dem Jahre 1926 zu Bruch und konnte nicht mehr repariert werden.

 

 

 

1919-1939

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Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld von 1919 bis 1939

Am 26.5.1919 fand die erste Generalversammlung nach dem Kriege statt. Kommandant Hölscher begrüßte die aus dem Felde heimgekehrten Feuerwehrmänner und gedachte der 15 gefallenen und vermissten Kameraden. In den Nachkriegsjahren litt die Freiwillige Feuerwehr zunächst unter einem Mangel an aktiven Mitgliedern, so dass für einige Jahre noch ilfsmannschaften herangezogen werden mussten. Am 12.9.1920 fand ein Bezirksfeuerwehrtag in Alsfeld statt. Kreisbrandinspektor Hölscher berichtete über das Feuerlöschwesen im Kreise Alsfeld. Im Anschluss daran fand die Gründung des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Alsfeld statt. Im Jahre 1922 wurde das Feuermeldewesen durch Anschaffung einer Feuersirene verbessert und 2 Feuermelder angebracht. Das durch die Vergrößerung der Stadt schon seit Jahren wieder eingeführte Anschlagen der Glocken und Signalisieren der Richtung des Brandes mit einer roten Fahne oder roten Laterne durch den Türmer wurde eingestellt. Sein großes Feuerrohr (Sprachrohr) aus dem Jahre 1863 wurde dem Museum überwiesen.

 In der Jahreshauptversammlung am 22.4.1922 wurde der ausscheidende 1. Kommandant Lorenz Rößner zum Ehrenkommandanten ernannt. Im Jahr 1925 wurde ein Stoßtruppgerätewagen mit Handfeuerlöschern (Zug 10) in Dienst gestellt. Eine Magirus- Lafettenmotorspritze 800-1/min. erhielt die Wehr 1926. Die Kosten betrugen 8500 Mark. Diese Motorspritze übernahm nun die auswärtige Löschhilfe, sie wurde dazu an einen Postomnibus angehängt. Die Turnerspritze wurde in Reserve gestellt.

 A1m 30.8.1926 verstarb der verdiente 1. Kommandant Ludwig Martin. Heinrich Knierim III. übernahm die Wehr. Das Feuerwehrgerätehaus in der Obergasse wurde 1926 abgebrochen. Der umgebaute Maschinensaal des früheren Elektrizitätswerkes am Lieden wurde die neue Unterkunft für die Feuerwehr. 1927 konnte man durch eine Stiftung der Bezirkssparkasse eine moderne Magirus-Schiebeleiter anschaffen. 

Am 10.u.12.6.1928 fand in Alsfeld der 26. Provinzial-Feuerwehrtag verbunden mit dem 75jährigen Bestehen der Freiw. Feuerwehr Alsfeld statt. Im Mai 1929 wurde dank einer weiteren Stiftung der Bezirkssparkasse eine Schiebeleiter als Ersatz für die Anstellleitern angeschafft. Ein Transportwagen für nasses Schlauchmaterial folgte 1932.

 Die politische Umwälzung im Jahre 1933 forderte, dass auch bei den 2Freiwilligen Feuerwehren eine entsprechende Gleichschaltung durchgeführt werden musste. Da nach maßgeblichen Bestimmungen der Kreisfeuerwehrführer nicht zugleich auch Wehrführer sein durfte, wurde an Stelle von Heinrich Knierim III, Franz Hartmann zum neuen Wehrführer gewählt. Der ausscheidende seitherige Kommandant Heinrich Knierim III. wurde zum Ehren-Hauptbrandmeister ernannt.

 Dank dem Einsatz von Hbrm. Franz Hartmann konnte die Stadt mit finanzieller 3Unterstützung der einheimischen Industrie und Banken eine gebrauchte Magirus-Automobilspritze (LF 10/26) für 4000 Mark erwerben. Sie wurde am 8. 5.1937 von Darmstadt nach Alsfeld überführt. 1939 wurde neben der schon lange bestehenden Feuerwehrkapelle ein Spielmannszug gegründet. Der Aufbau desselben kam ebenso wie die stetige Aufwärtsentwicklung der Wehr durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges zu einer Unterbrechung.

1914-1918

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Die Freiwillige Feuerwehr während des 1. Weltkrieges von 1914 bis 1918

Bei Ausbruch des Krieges am 1.8.1914 mussten binnen einiger Tage 92 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zur Fahne eilen.Der Rest von 16 Wehrleuten reichte nicht zur Bedienung der Löschgeräte aus, um die Stadt vor Feuersgefahr zu schützen. Aus diesem Grunde erließ der damalige 1.Hauptmann Hölscher einen Aufruf, dass sich die Zurückbleibenden in den Dienstdes Feuerschutzes stellen sollten. Etwa 250 Männer, ehemalige Feuerwehrmänner, Schüler der oberen Klassen der Oberrealschule und sämtliche hier gebliebenen Männer erschienen, so dass alle Züge wieder voll besetzt werden konnten. Das in Alsfeld in Garnison liegende Landsturm-Bataillon XVIII/50 half jederzeit bei Brandfällen.