Wehrführung in Lingelbach wiedergewählt

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Lingelbach (pw). Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr im Alsfelder Stadtteil Lingelbach wurde mit Alexander Winter und Klaus Kurz im Rahmen der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt. Die Wehr verfügt derzeit über eine 30-köpfige Einsatzabteilung, ein Jugendfeuerwehrmitglied und 129 fördernde Mitglieder.

Wehrführer Alexander Winter blickte in seinem Jahresbericht auf fünf Einsätze zurück. Dazu zählten ein Wohnungsbrand, das Ausleuchten eines Landeplatzes für den Rettungshubschrauber, ein umgestürzter Baum, die Absicherung eines Brauchtumsfeuers und der Aufbau der Alsfelder Flüchtlingsunterkunft. Gemäß Dienstplan trafen sich die Lingelbacher Brandschützer zu 39 Ausbildungsdiensten und nahmen daneben noch an 10 Kreislehrgängen sowie zwei Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Kassel teil. „Die Beteiligung bei den Diensten war gut“, resümierte der Wehrführer. Er forderte jedoch die jüngeren Feuerwehrleute dazu auf, regelmäßiger an den Übungen teilzunehmen. An neuer Ausrüstung wurden laut dem Wehrführer vier faltbare Leuchtpylonen und drei Einsatzleuchten angeschafft. Im Vorjahr leisteten die freiwilligen Feuerwehrleute insgesamt 1702 ehrenamtliche Stunden, sie gliederten sich in 188 Stunden Einsatzdienst, 1067 Stunden Ausbildungsdienst, 40 Stunden Gerätewartung und 407 sonstige Dienststunden. Weniger aktiv zeigte sich die Jugendfeuerwehr, mangels Mitgliedern konnten keine größeren Tätigkeiten durchgeführt werden. Im Vorstand der Feuerwehr wurden Maßnahmen gegen die Situation diskutiert. „Im Jahr 2016 soll die Jugendfeuerwehr zum Laufen kommen“, erklärte dazu Winter.

Der Feuerwehrverein veranstaltete im vergangenen Jahr erstmals ein Sommerfest. „Hier konnten die Mitglieder ein paar schöne Stunden verbringen“, so der Vorsitzende. Am Lingelbacher Advent beteiligte sich der Feuerwehrverein wiederholt. Im Herbst beschloss der Verein ein aktives Angehen gegen den Mitgliederschwund in den Vereinsreihen, durch gezielte Werbung konnten in der Folge neun neue Fördermitglieder begrüßt werden.

Sehr aktiv zeigten sich die Feuerwehrleute Lingelbachs bei Wettkämpfen. Bei einem Orientierungsmarsch im Breitenbacher Ortsteil Machtlos wurde der dritte Platz erreicht. Bei der im Schottener Ortsteil Eschenrod stattgefundenen Leistungsübung erreichte die Mannschaft der Wehr den zweiten Platz und die Leistungsstufe Gold. Im Rahmen der Übung erreichte Marius Hohl das silberne Feuerwehrleistungsabzeichen, die Sonderstufe des goldenen Feuerwehrleistungsabzeichens mit der Wiederholungszahl „5“ wurde von Alexander Lippert erzielt. Am Bezirksentscheid in Ruhlkirchen erreichten die Lingelbacher Feuerwhrleute den vierten Platz. Nachträglich mit dem eisernen Feuerwehrleistungsabzeichen ausgezeichnet wurden in der Versammlung Dominic Schäfer, Johannes Stein und Dennis Schneider. Das bronzene Feuerwehrleistungsabzeichen erhielt Sebastian Hofmann.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung kam es zu routinemäßigen Vorstandswahlen des Feuerwehrvereins. Hier wurden Alexander Winter und Klaus Kurz wieder einstimmig in den Vorsitz gewählt. In ihrem Ämtern bestätigt wurden auch der Schriftführer Dirk Oppermann und der Beisitzer Dirk Ritter. Zum neuen Kassierer wurde Dominic Schäfer gewählt, er löst Kay Neumann ab. Zum neuen Beisitzer wurde Marius Höhl gewählt, er löst Christoph Allendorf ab. Zu Kassenprüfern wurden Willi Müller und Dietmar Schneider gewählt. Auf der Versammlung wurden drei Beförderungen durchgeführt, so wurden Stefan Schneider sowie Ralf Weis zu Hauptfeuerwehrmännern befördert und Marius Hohl zum Oberfeuerwehrmann.

Bürgermeister Stephan Paule hob in seiner Ansprache das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmitglieder trotz anderer Freizeitgestaltungsmöglichkeiten hervor. „Wenn die ehrenamtlich geleisteten Stunden entlohnt werden müssten, könnte sich das die Stadt Alsfeld nicht leisten“, so Paule. Im Hinblick auf den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr der Stadt Alsfeld teilte der Bürgermeister mit, dass im Falle der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges in Lingelbach das Gerätehaus umgebaut werden müsste. Stadtbrandinspektor Michael Eilts hob in seiner Rede die Verdienste der Wehrführung für den Feuerwehrstandort Lingelbach hervor. Er betonte jedoch auch die Bedeutung einer Jugendfeuerwehr für die Zukunftssicherung der Wehr. Im Hinblick auf den Brand in der Untergasse informierte Eilts, dass dort viele Atemschutzgeräteträger aus Lingelbach zum Einsatz gekommen sind. Stadtjugendfeuerwehrwartin Corinna Schlitt informierte die Versammlung über die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr in allen Alsfelder Orten, sie bot ihre Unterstützung in Lingelbach an. Ortsvorsteher Uwe Stein dankte dem Feuerwehrverein für das Engagement in der Ortsgemeinschaft. Im Hinblick auf die Belebung der Jugendfeuerwehr forderte er auf, aktiv mitzuhelfen.

 

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