Katwarn Warnungen

Man sah die eigene Hand vor Augen nicht

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Alsfeld (pw). Man sah die eigene Hand vor Augen nicht: Die Freiwillige Feuerwehr Leusel übte am Samstag inmitten von Alsfeld den Atemschutzeinsatz. Ein leer stehendendes Wohnhaus am Lieden wurde über mehrere Etagen eingeräuchert.

„Wir wollten so realistisch wie möglich Üben“, schilderten die Wehrführer Manuel und Bastian Heiser. Etwa 26.000 Liter Atemluft strömten bei den Übungseinheiten durch die Schutzgeräte der Feuerwehrleute, sodass am Ende sechzehn geleerte Druckluftflaschen gezählt wurden.  

Über den Tag verteilt widmete sich die 20-köpfige Übungscrew verschiedenen Techniken, um Menschen aus brennenden Wohnhäusern zu befreien. Steckleitern wurden aufgestellt, mobile Rauchverschlüsse installiert und mit dem Mehrzweckstrahlrohr und dem Hohlstrahlrohr zweierlei Löschrohre vorgenommen. Besonderes Augenmerk lag bei allen Szenarien auf dem Einsatz von Atemschutzgeräten. „Das Zusammenspiel zwischen den Atemschutzgeräteträgern und der Mannschaft sollte gefestigt werden“, so die Wehrführer.

Um die Mittagszeit startete eine Einsatzübung, bei der zwei Atemschutztrupps das Übungshaus nach einem Brandopfer durchsuchten. „Angriffstrupp zur Menschenrettung mit Hohlstrahlrohr in das erste Obergeschoss über die Treppe vor“, lautete der Einsatzbefehl des Gruppenführers Christian Korell. Keine Minute später installierte der Trupp mit Helmut Lang und Bastian Heiser einen mobilen Rauchverschluss an der Geschosstür und drang hinein. Dicht am Boden gebeugt begannen die Feuerwehrleute die Suche und wurden wenig später von einem zweiten Trupp mit Laura Krämer und Carolin Schmidt unterstützt. Wohnraum für Wohnraum wurde abgetastet, denn eine Sicht war dem Rauch geschuldet unmöglich. Über digitale Funkgeräte behielten die Feuerwehrleute Kontakt zur Außenwelt und übermittelten jeden ihrer Schritte, um den Aufenthaltsort für Zwischenfälle bekannt zu halten. Nach dem Öffnen einiger Türen und dem Abtasten zahlreichen Mobiliars fiel der entscheidende Funkspruch „Person im Bad gefunden, leiten Rettung ein“. Das Brandopfer in Form einer Übungspuppe wurde von den Trupps im Schlepptau auf den Balkon gebracht, dorthin waren weitere Einsatzkräfte mit einer Trage über eine Steckleiter gelangt und beendeten die Übung.

Video von Oberhessen-Live:

 

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