Katwarn Warnungen

JHV FF Eudorf: Johannes Koch war der fleißigste Feuerwehrmann

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Eudorf (pw). Der Rückblick auf ein einsatzreiches und übungsreiches Jahr stand am Dienstagabend im Fokus der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eudorf. Der Wehrführer und Vorsitzende Tobias Merle resümierte die Tätigkeiten des 151-köpfigen Vereins und der 23 Frauen und Männer starken Einsatzabteilung.

Die Eudorfer Feuerwehrleute wurde im vergangenen Jahr zu achtzehn Einsätzen gerufen, die sich in acht Brände, neun technische Hilfeleistungen und einen Fehlalarm gliederten. Zu den Alarmen zählten ein Garagenbrand in Eudorf, aber auch ein Unwettereinsatz in Liederbach, ein Scheunenbrand in Angenrod und eine Personensuche bei Lingelbach. Über 1500 ehrenamtliche Stunden wurden von den Brandschützern geleistet, davon 387 Stunden im Einsatz. Bei insgesamt 59 Übungen und Ausbildungen qualifizierten sich die Feuerwehrleute weiter. Wie Merle informierte, stehen derzeit noch zehn Feuerwehrleute tagsüber für Einsätze zur Verfügung. „Die Tendenz wird demnächst aber abnehmen“, erläuterte der Wehrführer. Die Jugendfeuerwehr in Eudorf verfügt derzeit über kein einziges Mitglied.

Die Kameradschaft pflegten die Eudorfer Feuerwehrleute unter anderem bei einem Tagesausflug, der eine Besichtigung der Feuerwehr in Fulda beinhaltete. Bei einem Tag der offenen Tür mit Live-Musik und einer Cocktailbar hatte die Feuerwehr guten Besucherandrang, das Event soll in diesem Jahr am 18. Juli wiederholt werden. Sichtbare Veränderungen gab es am Gerätehaus der Feuerwehr, so wurde unter anderem der Schulungsraum mit einem Anstrich renoviert und das Außengelände um ein Grundstück erweitert. Die Ausrüstung des Einsatzfahrzeuges wurde um Verkehrsleitkegel und Warnblitzer ergänzt, ebenso um digitale Funkgeräte. Für den Nasssauger der Feuerwehr wurde eine spezielle Transportbox angefertigt. Für das Gerätehaus ist ein neuer Außenanstrich geplant. In den kommenden Wochen soll die Zufahrt der Feuerwehr breiter asphaltiert und ein Baumschnitt in der näheren Umgebung durchgeführt werden.

Im Rahmen der Versammlung wurde Egon Skalitzki einstimmig zum Kassenprüfer gewählt. Ebenso einstimmig wurde eine Satzungsänderung verabschiedet, die unter anderem die Beschlussfähigkeit auf der Jahreshauptversammlung neu regelt. Die goldene Vereinsnadel wurde Hans Pfeiffer für 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Eudorf verliehen. Feuerwehrmann Johannes Koch erhielt eine Ehrung für das fleißigste Engagement.

Erster Stadtrat Jürgen Udo Pfeiffer lobte die Feuerwehr Eudorf in einem Grußwort. „Die Eudorfer Wehr genießt einen guten Ruf bei ihrer Tatkraft und Ausbildung“, so Pfeiffer. Er sprach von einer nicht selbstverständlichen Leistung der Feuerwehrleute. „Mitglied bei der Feuerwehr zu sein, ist etwas anderes wie bei einem geselligen Verein“, so Pfeiffer. Er hob die nötige Ausbildung und den Sachverstand hervor, die angeeignet werden müssen. Er unterstrich die nahtlose Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehrleute, die weder an Uhr noch Kalender gerichtet sei. „Wer die Feuerwehr im Notfall ruft, erwartet Hilfe zu jeder Zeit“, so Pfeiffer. Er sprach dazu einen Dank an die Partner und Arbeitgeber der Feuerwehrleute aus, die diese Hilfe zulassen. Beispielhaft nannte der Erste Stadt die Schreinerei Zinn in Schwabenrod, bei der ein Drittel der Beschäftigten aktive Feuerwehrleute sind. Im Hinblick auf den Neubau der Feuerwache informierte Pfeiffer, dass die Bagger rollen. Der Spatenstich für den Neubau soll noch erfolgen, dann soll auch eine Zeitkapsel zur Erinnerung an das Projekt gelegt werden. Pfeiffer hob die Bedeutungen der Alsfelder Stadtteilfeuerwehren hervor, diese seien für den Brandschutz nötig. „Würde es keine freiwilligen Feuerwehrleute geben, müsste man Feuerwehrleute bezahlen“, so Pfeiffer.  

Ortsvorsteher Edgar Merle dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement im Ort. „Die Einwohner in Eudorf sind gut beschützt, weil sie eine aktive Feuerwehr haben“, so Merle. Kritisch sah der Ortsvorsteher den mangelnden Nachwuchs. Er sprach von einem Wertewandel der Gesellschaft. „Weltweit vernetzt, aber einsam in den eigenen vier Wänden“, kommentierte Merle das Verhalten der Jugend.

Stadtbrandinspektor Michael Eilts hob in seiner Rede die Bedeutung der Feuerwehr Eudorf für den Brandschutz in der Stadt Alsfeld hervor. Der Stadtbrandinspektor lobte die gute Zusammenarbeit der Feuerwehr in Eudorf mit dem Ortsbeirat. Wie der Stadtbrandinspektor informierte, werden derzeit die alten Einsatzkleidungen aus dem Jahr 1993 ausgewechselt. „Wenn jemand für die Allgemeinheit Dienst leistet, dann muss er dafür auch ausgerüstet sein“, so Eilts. Er teilte mit, dass im Rahmen des Digitalfunks alle Stadtteilfeuerwehren Handfunkgeräte erhalten werden. Laut seinen Angaben sind 22 Feuerwehrleute in einer Stadtteilfeuerwehr und in der Kernstadt aktiv. Die gemeinsamen Übungen und Schulungen mit dem Ausbilder Sascha Knaust sah der Stadtbrandinspektor als einen Erfolg.

Alsfelds Wehrführer Carsten Schmidt lobte in einem Grußwort die hervorragende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Eudorf. Er sprach von einem tollen Zusammenhalt und einer guten Kameradschaft der Eudorfer Feuerwehrleute, die beneidenswert sei. Ein weiteres Grußwort richtete Martin Lang von der Feuerwehr Elbenrod/Hattendorf an die Eudorfer Brandschützer.