Katwarn Warnungen

Fusion der Einsatzabteilungen im Gespräch

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Angenrod (pw). Ehrungen und Beförderungen standen am Samstagabend im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Angenröder Feuerwehrvereins.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Robert Teichmann, Helmut Jung, Karl-Heinz Ratz, Hans-Dieter Korell, Erwin Daum, Jürgen Raab, Rudolf Schnägelberger und Reinhold Hahn geehrt. Eine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Bernd Müller und Bodo Müller. Friedhelm Braun, Manuel Müller und Thilo Schneigelberger wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zum Feuerwehrmann-Anwärter wurde Michael Kern befördert, zur Feuerwehrfrau-Anwärterin Tina Grunwald. Mit sechzig Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausgeschieden sind Bodo Grunwald und Reinhard Bambey.

Der Vorsitzende Stefan Loch resümierte in seinem Jahresbericht die Aktivitäten des 105-köpfigen Feuerwehrvereins. So wurde ein Osterfest veranstaltet, das Dorffest unterstützt und sich am lebenden Adventskalender beteiligt. „Wir gehören fest zum Dorf dazu“, so der Vorsitzende. Wehrführer Sebastian Bambey informierte die Versammlung über die Aktivitäten der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr. Die zwanzig Feuerwehrmänner und fünf Feuerwehrfrauen wurden zu einem Einsatz alarmiert, dabei handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit einem Lastwagen. Bei siebzehn Ausbildungen und drei Sonderdiensten trainierten die Feuerwehrleute ihre Einsatzfähigkeit. Auf Kreisebene wurden drei Lehrgänge absolviert und an der Landesfeuerwehrschule ebenfalls drei Lehrgänge. Insgesamt leisteten die Angenröder Brandschützer 899 ehrenamtliche Stunden, diese gliederten sich in 16 Einsatzstunden, 458 Ausbildungsstunden, 48 Stunden für Gerätewartung, 21 Stunden für Hydrantenwartung und 355 Stunden für Sitzungen und Ähnliches. Der Wehrführer hob in seinem Bericht die hervorragende Qualität der Ausbildung für die Feuerwehreinsatzabteilungen in Alsfeld hervor, insbesondere durch den Ausbilder Sascha Knaust. Für dieses Jahr planen die Feuerwehrleute in Angenrod eine Brandschutzerziehung im Kindergarten, die Neugründung der Jugendfeuerwehr und einen Ausflug zur Stärkung der Kameradschaft. Dem Bericht von Kassenverwalter Mario Krämer war zu entnehmen, dass der Feuerwehrverein die Einsatzabteilung mit über 200 Euro unterstützte. So wurden unter anderem zwei Batterien für den Mannschaftstransportwagen aus Vereinsmitteln beschafft. Zu Beginn diesen Jahres übernahm der Feuerwehrverein zudem die Reparatur der Auspuffanlage des 29 Jahre alten Fahrzeugs. Wie der Kassenverwalter informierte, ist der Feuerwehrverein vom Finanzamt aufgefordert, seine Satzung zu ändern. Zum neuen Kassenprüfer wurde Reinhard Bambey gewählt.

Bürgermeister Stephan Paule dankte in einem Grußwort für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Er hob die Bedeutung der Übungen für die Feuerwehrleute hervor: „Gute Ausbildung ist guter Schutz für sich und andere“. Er bezeichnete die über 20-köpfige Einsatzabteilung als stabil und einsatzkräftig, den Feuerwehrverein sieht der Bürgermeister fest in der Ortsgemeinschaft verankert. Im Hinblick auf den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr der Stadt Alsfeld betonte Paule die Bedeutung von verlässlichen Zahlen für die Motivation der Feuerwehrleute. Dies verknüpfte er mit einer möglichen Fusion der Einsatzabteilungen aus Angenrod, Billertshausen und Leusel. „Die Entscheidung liegt bei den Feuerwehrleuten vor Ort“, so Paule. Ortsvorsteher Axel Möller dankte in einer Ansprache für die gute Zusammenarbeit im Dorfleben. „Die Feuerwehr ist eine starke Truppe, nicht nur für den Brandschutz“, so Möller. Für die Neugestaltung der Jugendfeuerwehr kündigte er seine Unterstützung an.

Stadtbrandinspektor Michael Eilts lobte in seiner Rede das Engagement des Feuerwehrvereins für die Dorfgemeinschaft: „Die Vereinsarbeit geht Hand in Hand“. Höchsten Respekt zollte er dem vor drei Jahren gewählten Wehrführer Sebastian Bambey zu, der in dieser Zeit acht Lehrgänge und Seminare absolvierte. „Ein sehr aktiver und agiler Wehrführer“, so Eilts. Er sprach dahingehend auch von einem guten Weg bei der Ausbildung in dem Alsfelder Ortsteil. Bei den Einsatzzahlen im Stadtgebiet hob der Stadtbrandinspektor den 17-tägigen Dauereinsatz für die Flüchtlingshilfe hervor, bei dem 75 Feuerwehrleute aus den Alsfelder Einsatzabteilungen beteiligt waren. Im Hinblick auf den Zustand des Gerätehauses in Angenrod teilte Eilts mit, dass ein Umbau oder eine Erweiterung notwendig sei. So gebe es keine getrennten Umkleiden für Frauen und Männer, ebenfalls fehle eine Abgasabsaugung in der Fahrzeughalle. Das Gerätehaus im Nachbarort Leusel stehe laut Eilts vor den gleichen Herausforderungen. „Da stellt sich die Frage nach einem gemeinsamen Standort“, so der Stadtbrandinspektor. Er hob dazu die taktischen und finanziellen Vorteile bei einer Fusion der Einsatzabteilungen hervor, beispielsweise durch den Neubau eines Gerätehauses zwischen den beiden Orten.

Pfarrer Walter Bernbeck dankte den Angenröder Feuerwehrleuten in einem Grußwort für ihr Engagement in der Ausbildung und bei Einsätzen. „Selbstverständlich ist da nix“, so Bernbeck. Er teilte mit, dass derzeit die Stelle des Notfallseelsorger im Vogelsbergkreis nicht besetzt sei, die Ausschreibung sei aber am Laufen. Im Hinblick auf die Aktivitäten der Feuerwehr im Dorf sprach der Pfarrer von einer aktiven Gruppen, die sich über Generationen erstrecke. „Die Feuerwehr ist im Dorf verzahnt“, so Bernbeck.

Stadtjugendfeuerwehrwartin Corinna  Schlitt forderte in ihrer Rede eine Belebung der Jugendarbeit bei den Feuerwehren in Alsfeld. „Es gibt zu wenige Jugendfeuerwehrmitglieder“, so Schlitt. Sie bot ihre Hilfe an, um die Jugendfeuerwehr in Angenrod aus dem „Dornröschenschlaf“ zu wecken. Liederbachs Wehrführer Andreas Riffer sprach für die benachbarten und befreundeten Feuerwehren ein Grußwort, er dankte für die kameradschaftliche Zusammenarbeit. Angenrods Ehrenwehrführer Volker Bambey dankte in einem Grußwort für seine kürzlich durchgeführte Ehrung.