Fischbach: Jeder Vierte in der Feuerwehr aktiv

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FISCHBACH|LAUTERBACH (pw). 186 Ortschaften hat der Vogelsbergkreis, darunter 12 Dörfer mit weniger als 100 Einwohnern.

Trotz der kleinen Anzahl der Einwohner leisten die meisten Orte großes Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr.

Zum Datenstand des 31. Dezembers 2016  zählten zu den kleinsten Ortsteilen Wünschen-Moos (34 Einwohner), Münch-Leusel (47 Einwohner), Höingen (51 Einwohner), Ober-Wegfurth (53 Einwohner), Unter-Sorg  (64 Einwohner), Rudlos (69 Einwohner), Otterbach (73 Einwohner), Rülfenrod  (81 Einwohner), Heisters (83 Einwohner), Vaitshain (86 Einwohner), Schadges (89 Einwohner) und Fischbach (93 Einwohner).

In fünf der zwölf Orte mit weniger als 100 Einwohnern existiert eine eigenständige Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Dazu zählen der Homberger Ortsteil Höingen (9 Feuerwehrleute), die Gemündener Ortsteile Otterbach (7 Feuerwehrleute) und Rülfenrod (10 Feuerwehrleute), der Herbsteiner Ortsteil Schadges (16 Feuerwehrleute) und der Alsfelder Ortsteil Fischbach (25 Feuerwehrleute). Während in Höingen ein Kleinlöschfahrzeug besetzt wird, besetzen die Feuerwehrleute in Otterbach, Rülfenrod, Schadges und Fischbach jeweils ein Tragkraftspritzenfahrzeug.

Sechs weitere Dörfer bilden durch Zusammenschlüsse gemeinsame Einsatzabteilungen mit Nachbarorten. So schlossen sich unter anderem die Freiensteinauer Ortsteile Wünschen-Moos, Heisters und Zahmen zur Feuerwehr Steigertal zusammen und stellen 25 Feuerwehrleute mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug. Weitere Zusammenschlüsse gibt es in den Schwalmtaler Gemeindeteilen Unter-Sorg und Ober-Sorg (15 Feuerwehrleute, 1 TSF), den Alsfelder Stadtteilen Münch-Leusel und Schwabenrod (20 Feuerwehrleute, 1 TSF) sowie den Schlitzer Ortsteilen Ober-Wegfurth und Unter-Wegfurth (33 Aktive, 1 TSF). Die gemeinsame Einsatzabteilung der Lauterbacher Stadtteile Frischborn und Rudlos stellt einen Löschzug mit 57 Feuerwehrleuten und vier Einsatzfahrzeugen (LF 8/6, LF 8, TSF, MTW).  

Somit gehört Fischbach zu den fünf kleinsten Orten des Vogelsbergkreises mit einer eigenständiger Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Mit 25 Aktiven ist sie die stärkste Einsatzabteilung unter diesen Feuerwehren. Jeder vierte Fischbacher ist aktiv bei der Feuerwehr (26,88 %), das ist in Bezug auf die Orte mit unter 100 Einwohnern im Vogelsbergkreis Kreisspitze. Schadges kommt auf 17,97 % und Höingen auf 17,64 %. 

2017: Zwei Einsätze für Fischbacher Feuerwehrleute

FISCHBACH (pw). Zwei Beförderungen und eine Ehrung standen am Samstagabend im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Fischbach. So wurden Matthias Schmidt zum Feuerwehrmann und Pia Kraus zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Das silberne Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Hessen-Darmstadt erhielt Horst Geisel für 40-jähriges Engagement in der Feuerwehr verliehen.

Im Jahresrückblick resümierte Wehrführer Marcel Decher ein spannendes Jahr für die 25 Feuerwehrleute der Einsatzabteilung. Sie bilden zusammen mit den sechs Mitgliedern der Ehren- und Altersabteilung den 37-köpfigen Feuerwehrverein des Ortes. Über 800 ehrenamtliche Dienststunden wurden geleistet, 12 Lehrgänge absolviert und 16 Übungen durchgeführt. „Danke für die Weiterbildung und den dauerhaften Willen zum Engagement, nur gemeinsam können wir eine Feuerwehr stellen“, so der Wehrführer zu seinen Kameraden. Bei zwei Einsätzen wurde zur Hilfe ausgerückt, dazu zählten ein schwerer Verkehrsunfall nahe Fischbach und eine brennende Gasflasche in Schwabenrod. Die Wehr erhielt im Vorjahr in Form eines gebrauchten Tragkraftspritzenfahrzeugs einen neuen Einsatzwagen von der Stadt Alsfeld zur Verfügung gestellt. Zudem investierte der Feuerwehrverein in Ausrüstung wie Blitzleuchten und Warndreiecke. Dem Bericht von Kassenverwalter Norbert Geisel war zu entnehmen, dass der Feuerwehrverein die Einsatzabteilung mit über 1.000 Euro unterstützte. Zur neuen Kassenprüferin wurde Pia Kraus gewählt

Bürgermeister Stephan Paule hob das Engagement der Fischbacher für die Feuerwehr im Ort besonders hervor. „Der Anteil der Feuerwehraktiven in der Bevölkerung ist deutlich höher als in anderen Stadtteilen“, so Paule. Aus seiner Sicht wurden rund 10 Stunden Feuerwehrarbeit pro Einwohner geleistet. Den niedrigen Altersdurchschnitt der Einsatzabteilung bezeichnete er zukunftsfähig. „Die Älteren haben eine gut Aufbauarbeit zum Erhalt der Wehr geleistet“, so der Bürgermeister. Großes Lob sprach er für die vielen Ausbildungsstunden sowie Lehrgänge aus, das zeichne Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr aus. Die Übernahme der Wehrführung von Heidelbach bezeichnete er als Übernahme von Verantwortung, auch wenn dies keine Dauerlösung sei. Am Gerätehaus von Fischbach stelle er Renovierungsbedarf fest, derzeit werde der Renovierungsbedarf der Gerätehäuser im Stadtgebiet priorisiert.

Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer dankte den Fischbachern für die investierten Stunden in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld. „Über 800 ehrenamtliche Stunden zeigen, dass viel gemacht wird“, so Schäfer. Er stellte fest, dass 12 der insgesamt 82 absolvierten Lehrgänge im Stadtgebiet durch Fischbacher Feuerwehrleute absolviert wurden. „Man ist hier sehr engagiert für den Schutz der Mitbürger“, so der Stadtbrandinspektor. Er freute sich, dass das Fischbacher Einsatzfahrzeug mit dem neuen Gebrauchtwagen um ein Jahrzehnt verjüngt werden konnte. Für den Sanierungsbedarf am Gerätehaus kündigte er Lösungen an. „Die Zeichen der Zeit wurden in Fischbach erkannt, viele aktive und ausgebildete Feuerwehrleute geben Anlass für Investitionen“, so Schäfer. Er dankte für die Unterstützung bei dem Alsfelder Blaulichtumzug und der Hilfe zur Einweihung der neuen Feuerwache.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Walter Glücker zeigte sich stolz über die Feuerwehr im Ort. „Fischbach blüht auf“, so Glücker. Man könne sich auf die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute verlassen und fühle sich sicher. Zudem stellte er fest: Die Feuerwehrleute helfen im Ort, wo es nur geht. Für die Feuerwehrmannschaft ergriff Pia Kraus das Wort, sie dankte der Wehrführung für das Engagement in der Ausbildung. „Ihr habt Euch ein riesen Lob verdient“, so Kraus.

 

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