Vier neue Feuerwehrmänner in Berfa

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BERFA (pw). Vier Beförderungen und eine Ehrung gab es auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Berfa.

So wurden Norman Thamer, Lukas Thamer, Erik Stumpf und Eric Wettlaufer zu Feuerwehrmännern befördert. Die Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurde Helmut Jörges ausgesprochen.

Von einer positiven Entwicklung in der Feuerwehr sprach der Vorsitzende Ottmar Weiß in seinem Jahresbericht. Sowohl bei der Jugendfeuerwehr als auch bei der Einsatzabteilung konnten neue Mitglieder begrüßt werden. Der Feuerwehrverein zählte nach acht Neuzugängen insgesamt 124 Mitglieder. Das Highlight war ein Spritzenhausfest im August des vergangenen Jahres, es soll nun regelmäßig alle zwei Jahre stattfinden. Kritisch äußerte sich Weiß über das Verhalten der heutigen Gesellschaft gegenüber Notleidenden und deren Helfer. Er sprach dahingehend die Rettungsgasse sowie verbale Angriffe auf Rettungskräfte an. „Das von einer Rettungsgasse ein Leben abhängen kann, interessiert anscheinend nicht“, so der Vorsitzende.

Wehrführer Björn Plumhoff berichtete von insgesamt vier neuen Mitgliedern in der Einsatzabteilung, die nun zwanzig Mitglieder zählt. Im Vorjahr wurden die Feuerwehrleute zu keinem Einsatz alarmiert, dennoch bereiteten sie sich in 637 Ausbildungsstunden und 314 Lehrgangsstunden darauf vor. Bis zu dreimal im Monat trafen sich die Brandschützer für Trainings und Unterrichte, zudem wurden sechs Lehrgänge absolviert. „Die Kameraden zeigen großes Interesse an der Ausbildung und Fortbildung“, so Plumhoff. Insgesamt wurden 1.323 ehrenamtliche Stunden geleistet. Unterstützung wurde unter anderem bei dem Blaulichtumzug, bei der Einweihung der neuen Feuerwache, dem örtlichen Theater und dem örtlichen Laternenumzug geleistet. Zu den geselligen Zusammenkünften der Feuerwehrleute zählten eine Wanderung und das Bechtelsbergfest. Dem Bericht von Kassenwart Rene Herrmann war zu entnehmen, dass der Feuerwehrverein die Einsatzabteilung mit mehr als 1.300 Euro unterstützte. Zu Revisoren wurden Eric Wettlaufer und Julian Hergert gewählt.

Alsfelds Vizestadtbrandinspektor Carsten Schmidt dankte für die gelisteten Stunden am Nächsten. Er hob das Spritzenhausfest sowie weitere Aktivitäten für das Dorf hervor. Großes Lob sprach er für die rührige Teilnahme an Lehrgängen aus, er forderte jedoch zur Ausbildung von mehr Atemschutzgeräteträgern auf. Zur Gesamtsituation der Feuerwehr der Stadt Alsfeld teilte er mit, dass derzeit 490 Aktive gezählt werden. Darunter 44 Kinder, 61 Jugendliche und 48 Musiker. Im Vorjahr rückte man im Stadtgebiet zu 261 Einsätzen mit rund 3.900 Dienststunden aus. Schwerwiegende Einsätze waren ein Wohnhausbrand in Eudorf sowie ein Gasflaschenbrand in Schwabenrod. Bei den Einsätzen wurden dreizehn Menschen gerettet, für eine Person kam jede Hilfe zu spät. Insgesamt 81 Lehrgänge wurden von den Mitgliedern der Alsfelder Einsatzabteilungen absolviert. Zur Gesellschaftskritik des Berfaer Feuerwehrvorsitzenden hob Schmidt hervor, dass solche Dinge nicht nur in der Großstadt passieren. So berichtete er von einem schimpfenden und hupenden Autofahrer, der die Alsfelder Feuerwehrleute bei der Beseitigung eines Sturmschadens zum Platzmachen aufforderte. Des Weiteren berichtete er von zwei Lastwagenfahrern, die kürzlich die Rettungsgasse bei einem schweren Verkehrsunfall blockierten. „Es ging um Menschenleben, die Einsatzfahrzeuge standen im Stau“, so Schmidt. Wie er sagte, wurden die beiden Fahrer an Ort und Stelle von der Autobahnpolizei mit einem Bußgeld von 250 Euro belegt und erhielten einen Punkteeintrag. „Die Autobahnpolizei geht bei dem Thema glücklicherweise rigoros vor“, so der Stadtbrandinspektor.

Bürgermeister Stephan Paule dankte all denen, die sich in der Feuerwehr aktiv gezeigt haben. Wie er sagte, sinkt die Achtung in der Gesellschaft für die Tätigkeit der Rettungskräfte. „Asozial, solch ein Verhalten ist gesellschaftsfeindlich“, waren seine deutlichen Worte. Dennoch zeigte er sich glücklich, dass es noch Menschen gibt, die ihren Dienst für den Nächsten opfern. „Die gesamte Kommunalpolitik ist stolz auf die gesamte Feuerwehr der Stadt Alsfeld“, so Paule. Er hob die über 1.300 ehrenamtlichen Stunden der Feuerwehrleute in Berfa hervor. Im Hinblick auf die vier neuen Mitglieder in der Einsatzabteilung sprach er von einem guten Zusammenhalt in Berfa. „Man ist sich der Bedeutung der Feuerwehr bewusst“, so der Bürgermeister. Er machte deutlich, dass die Stadt Alsfeld keine Schließung von Einsatzabteilungen der Feuerwehr verfolgt. „Wir sparen bei einer Schließung nichts, jede ehrenamtliche Kraft ist ein Gewinn“, so Paule. Kooperationen auf freiwilliger Basis würden natürlich unterstützt, Zwangszusammenlegungen gebe es jedoch nicht. Dietmar Erhardt hob für den Ortsbeirat das Engagement der jüngeren Generation im Brandschutz hervor. „Es sind viele junge Gesichter in der Feuerwehr“, so Erhardt. Besonders der Wille zur Ausbildung wurde von ihm gelobt.

 

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