Einsatz Unwettermodul, Erneut schweres Unwetter im Vogelsbergkreis

Geschrieben von Johannes Zinn am .

ALSFELD | MÜCKE (pw). Schon wieder ein Unwetter im Vogelsbergkreis: Starkregen führte am Nachmittag besonders in Alsfeld zu Überschwemmungen.

Die Feuerwehr musste zu mehr als 20 Einsatzstellen ausrücken, rund 75 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Größtenteils wurden wir wegen Wassereinbrüchen in Gebäuden zur Hilfe gerufen“, schilderte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Kevin Planz.

Zu einem Großeinsatz kam es im Bereich an der Au, dort wurden Gebäude bis zu zwei Meter hoch mit Wasser geflutet. Davon betroffen waren die Unterkunft des DRK-Kreisverbandes, eine Rettungswache und die Atemschutzübungsanlage des Vogelsbergkreises. Verschiedene Einsatzfahrzeuge konnten in letzter Minute in Sicherheit gebracht werden, dennoch ist vermutlich mit größeren Sachschäden zu rechnen. Auf der dortigen Straße soffen vier Autos förmlich ab. Der Stadtpark stand meterhoch unter Wasser. Zur Unterstützung der Feuerwehr rückte das Technische Hilfswerk aus Alsfeld und Lauterbach mit Spezialgerät an, ebenso ein in Nieder-Ohmen stationierter Gerätewagen des Hessischen Katastrophenschutzes mit mehreren Pumpen. Bereits im strömenden Regen wurden Schmutzwasserpumpen in Stellung gebracht, um Schäden zu verhindern.

Erneut betroffen war auch die Gemeinde Mücke, diesmal kam es in Flensungen und Merlau zu Überflutungen. Laut ersten Angaben gab es Wassereinbrüche in sieben Gebäuden, mehr als 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Besonders betroffen war ein Zimmerei-Betrieb, dort stand das Wasser auf mehr als 100 Quadratmetern zentimeterhoch. Auch ein umgestürzter Baum musste durch die Feuerwehr beseitigt werden.

 

UPDATE 08.06.2018 22:00 Uhr

ALSFELD (pw). Die Überschwemmung in Alsfeld richtete vermutlich einen Sachschaden in sechsstelliger Höhe an. Besonders getroffen hat das Unwetter die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Derzeit (22:30 Uhr) sind noch mehr als 100 Einsatzkräfte im Bereich an der Au im Einsatz. Sowohl das Katastrophenschutzlager als auch das Altkleiderlager des Deutschen Roten Kreuzes (Kreisverband) wurden überflutet, unzählige Feldbetten und Kleidungsstücke wurden in Mitleidenschaft gezogen oder gänzlich zerstört. Wie DRK-Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann sagte, sind sämtliche Vorräte und sogar Fahrzeuge überschwemmt worden. Auch das Zentrallager des Rettungsdienstes stand meterhoch unter Wasser, Verbandsmaterial und Medikamente trieben im Wasser umher und wurden unbrauchbar. Vollständig unter Wasser stand die Atemschutzübungsanlage des Vogelsbergkreises für die Feuerwehr. Wie schlimm die Schäden an der Anlage sind, ist noch unklar. Das Gebäude wird zur Stunde noch leer gepumpt. Wie Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer am Abend informierte, gab es im gesamten Stadtgebiet rund 30 Einsatzstellen. Mehr als 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Die Straße an der Au hatte sich in einen Fluss verwandelt, vier Fahrzeuge wurden von Wassermassen eingeschlossen, glücklicherweise wurde niemand verletzt“, so Schäfer.

 

UPDATE 09.06.2018 14:00 Uhr

ALSFELD (pw). Nach der Überschwemmung folgt das große Aufräumen: Dutzende Helfer packten am Samstag beim Deutschen Roten Kreuz in Alsfeld mit an, sogar der DRK-Ortsverein aus dem 30 Kilometer entfernten Grebenhain kam zur Hilfe. In fast allen Räumen des DRK-Zentrums richtete das Wasser massive Schäden an. Elektrische Medizingeräte, Einsatzkleidungen und Medikamente wurden unbrauchbar. Besonders getroffen wurden das Rettungsdienstlager, das Katastrophenschutzlager und die Altkleiderkammer. Wie Martin Gonder vom DRK Alsfeld schilderte, standen die Räume bis zu zwei Meter unter Wasser. Bereits am Vorabend schätze das DRK den Sachschaden auf mindestens sechsstellig.

Massive Sachschäden entstanden auch an der Atemschutzübungsanlage des Vogelsbergkreises. Dort wo sonst Feuerwehrleute mit ihren Atemschutzgeräten trainieren, hätten am Samstagabend Taucher ihre Runden drehen können. Das Wasser stand in manchen Räumen über zwei Meter hoch, alle elektrischen Geräte der Anlage wurden gewässert. In einem Raum brach sogar der Boden auf. Ein Zeitpunkt zur Wiederinbetriebnahme der Anlage ist noch nicht absehbar.  

 

  • AP0A1535
  • AP0A1546
  • AP0A1553
  • AP0A1557
  • AP0A1562
  • AP0A1565
  • AP0A1575
  • AP0A1583
  • AP0A1595
  • AP0A1604
  • AP0A1610
  • AP0A1640
  • AP0A1641
  • AP0A1647
  • AP0A1658
  • AP0A1663
  • AP0A1669
  • AP0A1673
  • AP0A1676
  • AP0A1680
  • AP0A1730
  • AP0A1732
  • AP0A1734
  • AP0A1739
  • AP0A1742
  • AP0A1745
  • AP0A1746
  • AP0A1750
  • AP0A1753
  • AP0A1754

Simple Image Gallery Extended