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Neue Fahrzeuge zum Tag der offenen Tore

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ALSFELD (pw). Hunderte Besucher strömten am Sonntag zum Tag der offenen Tore bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld.

Laut Feuerwehrangaben wurden bis zum Ende des Tages knapp 2.000 Menschen auf dem Gelände der Feuerwache am Fulder Tor gezählt. Die Feuerwehrleute präsentierten dort ihr Ehrenamt mit einem Mitmach-Programm für jede Altersklasse. „Das Mitmachen war der Grundgedanke für diesen Aktionstag“, hob Wehrführer Carsten Schmidt hervor.

Besonders begehrt war die Aussicht vom Übungsturm der Feuerwache, dieser wurde im Rahmen von halbstündigen Führungen gewährt. In Höhe von etwa 30 Metern ergab sich ein einmaliger Überblick von Alsfeld und seinen Stadtteilen. Ein gewohnter Zuschauermagnet waren die Auftritte der show and brass band der Feuerwehr, die auch mit Dudelsäcken für das musikalische Programm des Tages sorgte. Bei einem nachgestellten Verkehrsunfall und einer Havarie mit Gefahrgut konnten sich die Besucher in die Arbeit von den Frauen und Männern der Feuerwehr hineinversetzen. Die beiden Szenarien wurden von den Feuerwehrleuten so nachgestellt, dass Besucher förmlich in die Unglückssituationen hineintreten konnten. Die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sowie des zu Besuch gekommenen Rettungsdienstes konnten zudem aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden. Ab und zu durfte auch einmal das Blaulicht eingeschaltet werden.

Die jüngsten Besucher des Aktionstages standen bei dem Ballonkünstler „Käptn Ballon“ in Schlange, er modellierte die kreativsten Kreaturen aus Luft und Gummi. Am meisten gefragt waren Motive mit Feuerwehrbezug. Nicht weniger Interesse hatten die Jüngsten an einer Feuerwehr-Hüpfburg sowie einer Such-Rallye über das Wachgelände. Ausgefallen für einen Aktionstag bei der Feuerwehr bot sich das Speisenagebot. Neben der klassischen Bratwurst im Brötchen boten die Brandschützer auch eine vegetarische Paprika-Kartoffel-Pfanne an. Für den Ausschank der Getränke hatten sich die Feuerwehrleute extra neue Mehrwegbecher mit dem Werbeslogan „Smart bleiben, auch wenn’s  mal heiß wird“ sowie einer Grafik des kleinsten Einsatzfahrzeugs zugelegt.

Bürgermeister Stephan Paule hob in einem Grußwort das beeindruckende ehrenamtliche Engagement hervor, dass diesen Tag der offenen Tore überhaupt erst ermöglicht habe. „Die freiwillige Feuerwehr mit ihren über 260 ehrenamtlichen Einsatzkräften ist ein wesentlicher Punkt in der Sicherheitsarchitektur unserer Stadt“, so Paule.

ALSFELD (pw). Ein Einsatzleitwagen und ein Transportbus wurden am Sonntagmittag an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld übergeben. Die Fahrzeuge im Wert von fast 200.000 Euro wurden zum Teil durch Sponsoren und eine Förderung des Landes Hessen finanziert. Der Großteil der Kosten wurde jedoch durch den städtischen Haushalt abgedeckt.

Laut Feuerwehrangaben wird der Einsatzleitwagen künftig als erstes Fahrzeug zu jeglichem Unglück ausrücken. Zur Ausstattung der Speerspitze des Löschzugs der Stadt Alsfeld zählt umfangreiche Kommunikations- und Einsatzführungstechnik, aber auch Equipment für kleinere technische Hilfeleistungen. Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer machte zu dem Fahrzeug im Wert von 130.000 Euro deutlich, dass so auch eine rechtssichere Dokumentation von Einsätzen erfolgt. „Nicht selten müssen im Nachgang eines Notfalls gewisse Entscheidungen gegenüber Gerichten oder Versicherungen erläutert werden“, so Schäfer. Der bisherige Einsatzleitwagen der Wehr hatte bereits im Jahr 2017 nach über 35 Dienstjahren ausgedient. „Die Sicherheit der Einsatzkräfte war nicht mehr gewährleistet“, so Schäfer. Er sprach von einer heiklen Übergangszeit ohne dieses Fahrzeug. „Die jährlich rund 300 Einsätze wurden aus dem Kofferraum eines Wagens geleitet“, so der Stadtbrandinspektor. Laut seinen Angaben war dieser Zustand eine strapazierende Improvisation für das Ehrenamt. Die „Feuertaufe“ habe der neue Einsatzleitwagen laut Schäfer bereits bei dem großen Flächenbrand nahe Hattendorf überstanden. Knapp 160 Einsatzkräfte wurden über das Fahrzeug koordiniert. Dazu habe sich auch das digital vorgehaltene Kartenmaterial und eine verladene Drohne bewährt. „Mit diesem enorm wichtigen Fahrzeug ist die Feuerwehr gut für Einsätze gerüstet“, so der Stadtbrandinspektor.

Bürgermeister Stephan Paule hob zu der Investition für die nächsten Jahrzehnte eine innovative Form der Beschaffung hervor. Wie er sagte, konnte durch einen Verbund mit sieben weiteren Städten und Gemeinden ein Sammelkauf getätigt werden. „Bis zu 20.000 Euro wurden durch die gesammelte Beschaffung dieses speziellen Einsatzfahrzeugs gespart“, so Paule. Laut seinen Angaben fahren künftig acht fast baugleiche Einsatzleitwagen in weiteren Kommen des Vogelsbergkreises, des Landkreises Gießen und des Wetteraukreises zu Einsätzen. Er zeigte sich über eine Förderung in Höhe von 32.000 Euro durch das Land Hessen für den neuen Einsatzleitwagen in Alsfeld besonders erfreut.

Der Transportbus soll künftig die Arbeit der show and brass band sowie des Fördervereins der Feuerwehr entlasten. Das Fahrzeug wurde komplett durch Sponsoren finanziert. Der neun Sitzplätze und eine geräumige Ladefläche umfassende Bus, soll insbesondere zum Transport von Musikern und Instrumenten eingesetzt werden. Die derzeitigen Vorsitzenden der show and brass band Andrea Habermann und Alexander Reinsch hoben dazu das Engagement des ehemaligen Vorsitzenden Lothar Wiese hervor. Dieser betonte in einem Grußwort, dass die Band ein integraler Bestandteil der gut aufgestellten Feuerwehr ist. Das neue Fahrzeug bezeichnete er als Eyecatcher und dringend benötigt. Der alte Bus der Band habe nach über zehn Jahren und über 175.000 Kilometern kostenintensive Dauerreparaturen verursacht. Für die Ersatzbeschaffung habe man mit Manfred Walter von einer auf Sozialmarketing spezialisierten Gesellschaft kompetente Hilfe erhalten. Insgesamt 19 Unternehmen konnten von der Gesellschaft für das nötige Sponsoring gewonnen werden. Bürgermeister Stephan Paule sprach dazu seinen außerordentlichen Dank aus. Laut seinen Worten unterstützen die Sponsoren das europaweite Aushängeschild Alsfelds in Form der show and brass band der Freiwilligen Feuerwehr.  

 

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