Osthessens kleinstes Feuerwehrauto ist im Dienst

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ALSFELD (pw). Fünf neue Einsatzfahrzeuge im Wert von über 200.000 Euro wurden am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld offiziell in Dienst gestellt.

Es handelt sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W), drei Mannschaftstransportwagen (MTW) und einen Personenkraftwagen (PKW). Die Fahrzeuge werden in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Eifa und Lingelbach eingesetzt und lösen bis zu 45 Jahre alte Feuerwehrautos ab.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug wird bei der Einsatzabteilung in Eifa stationiert, es hat einen Wert von rund 100.000 Euro. Für den Aufbau und die Ausrüstung investierte die Stadt Alsfeld insgesamt 66.700 Euro, das nötige Fahrzeuggestell wurde vom Land Hessen gefördert. Zur Ausrüstung zählen unter anderem ein Löschwassertank mit einem Volumen von 750 Litern, ein Lichtmast, ein Stromerzeuger und ein Nasssauger. Die drei Mannschaftransportwagen im Wert zwischen 51.000 und 52.500 Euro werden in den Einsatzabteilungen Alsfeld, Eifa und Lingelbach stationiert. Der Wagen für Lingelbach verfügt über einen Allradantrieb, da er mit einem Anhänger für die Verlegung einer 750 Meter langen Löschwasserleitung eingesetzt werden kann. Für die Investition spendeten die Feuerwehrvereine aus Eifa und Lingelbach insgesamt 10.000 Euro. Der Personenkraftwagen im Wert von 26.000 Euro wurde komplett durch den Feuerwehrverein der Kernstadt finanziert und an die Stadt Alsfeld gespendet. Der auffällige Zweisitzer verfügt über 90 Pferdestärken und hat einen Feuerlöscher, zwei Digitalfunkgeräte sowie einen Rucksack für medizinische Notfälle an Bord. Aufgebaut wurde das Fahrzeug bei einem Alsfelder Spezialkarosseriebau, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1,17 Tonnen.

„Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute sind gekennzeichnet von extrem viel Arbeit und extrem viel Leistung“, so Bürgermeister Stephan Paule (CDU) bei der Indienststellung auf dem Marktplatz. Er dankte im Namen aller städtischen Gremien für das Engagement der Frauen und Männer bei der Freiwilligen Feuerwehr und hob in diesem Zusammenhang auch die außergewöhnliche Wartung der Einsatzfahrzeuge hervor. „Die Pflege der Feuerwehrautos kann sich sehen lassen, unsere Feuerwehrleute gehen achtsam mit Steuergeldern um“, so Paule. Wie er sagte, übernimmt die Politik in Alsfeld die Verantwortung dafür, dass die Freiwillige Feuerwehr mit den notwendigen Mitteln und Finanzen ausgestattet wird. Dankbar zeigte er sich dahingehend für die Spenden der Feuerwehrvereine.

Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer betonte, dass die Fahrzeuge für den Schutz der Bürger in den Dienst gestellt werden. Umso mehr Wertschätzung sprach er den Spenden der Feuerwehrvereine aus Alsfeld, Eifa und Lingelbach in Höhe von 36.000 Euro aus. Das in Eifa stationierte Tragkraftspritzenfahrzeuge bezeichnete er als Rückgrat des örtlichen Brandschutzes. „Das bisherige Einsatzfahrzeug stammte aus dem Jahr 1973, man ist so gesehen nach einem Ringtausch von einem Oldtimer auf einen Neuwagen umgestiegen“, so Schäfer. Im Hinblick auf die neuen Mannschaftstransportwagen hob er insbesondere den Schutz der Insassen hervor, da diese auch bei der Jugendfeuerwehr eingesetzt werden. Wie er sagte, wurde mit den Investitionen ein weiterer Schritt für eine moderne und sichere Feuerwehr zum Wohle des Bürgers getan.

Der Vorsitzende des Alsfelder Feuerwehrvereins Carsten Schmidt präsentierte den gespendeten Personenkraftwagen als Eyecatcher für die Freiwillige Feuerwehr. Das Fahrzeug soll jedoch nicht nur als Werbeträger für das Ehrenamt dienen, sondern auch die Ehrenamtlichen bei Versorgungsfahrten, Brandschutzerziehungen oder dem Besuch von Lehrgängen und Ausbildungen entlasten. „Das Feuerwehrauto ist aber auch überall eine Anlaufstelle für hilfesuchende Bürger“, warb Schmidt zu dem 274 Zentimeter langen, 168 Zentimeter breiten und 165 Zentimeter hohen Einsatzfahrzeug.

Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland sprach bei der Indienststellung von einer besonderen Mischung an Einsatzfahrzeugen. Dem Tragkraftspritzenfahrzeug zollte er einen hohen einsatztaktischen Wert zu, den Mannschaftstransportwagen den nötigen Schutz insbesondere der jüngeren Insassen. Den Personenkraftwagen bezeichnete der Kreisbrandinspektor als ein echtes Highlight. „Der Wagen ist Impuls und Innovation für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr“, so Holland.  

 

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