Neuer Gerätewagen Logistik

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Aus Zwei mach Eins: Der Feuerwehr Alsfeld wurde am Samstag ein neues Einsatzfahrzeug feierlich übergeben. Der neue Gerätewagen Logistik (GW-L 2) ersetzt gleich zwei alte Fahrzeuge bei den Alsfelder Brandschützern, dazu gehören der 46 Jahre alte Schlauchwagen und der 28 Jahre alte Rüstwagen.

Das neue Feuerwehrauto ist vor allem für den Transport von Materialien vorgesehen. Über ein auf Rollcontainern basierendes System soll das Fahrzeug aber auch für den Aufbau einer bis zu 2000 Meter langen Schlauchstrecke und der technischen Hilfeleistung eingesetzt werden, zusätzlich sind Container für die Verkehrssicherung und für Unwetterlagen vorgesehen. Als Gerätewarte für das neue Fahrzeug wurden Tobias Riemann und Manfred Dreßler zugeteilt.

Aufgebaut wurde der motorisierte Bürgerhelfer nach einer Ausschreibung bei der Alsfelder Karosseriebau Hartmann GmbH, aus deren Produktionsstätte mittlerweile das fünfte Fahrzeug für die Feuerwehr Alsfeld kommt. So produzierten die Alsfelder Automobilbauer bereits ein Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Heidelbach und verschiedene Gerätewagen für die Kernstadtwehr. „Ich freue mich besonders, dass das Auto hier in Alsfeld gebaut wurde“, so Wehrführer Carsten Schmidt bei der Übergabe. Er dankte dem Karosserie-Projektleiter Christian Noll für die gute Konzeption.

Der Geschäftsführer des Karosseriebaus Sebastian Decher unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen seiner Firma und der Feuerwehr. Er hob dabei den Unterschied hervor, dass die Feuerwehrleute ehrenamtlich arbeiteten. „Ich ziehe den Hut vor solch einem hohen ehrenamtlichen Engagement“, sagte Decher. Sein Arbeitskollege aus dem Vertrieb Peter Dörsam sprach von einem ganz besonderen Tag in der Historie der Feuerwehr. Laut seinen Angaben sei der Wert des Fahrzeugs nicht nach Anschaffungskosten zu bemessen. „Der eigentliche Wert zeigt sich bei den Einsätzen“, so Dörsam. Bürgermeister Stephan Paule zeigte sich zur Übergabe von dem ehrenamtlichen Engagement der Brandschützer erfreut. Er forderte in seinem Grußwort dazu auf, der Feuerwehr als förderndes Mitglied oder aktive Einsatzkraft beizutreten.

Stadtbrandinspektor Michael Eilts betonte in einer Ansprache, dass seit rund dreizehn Jahren eine Ersatzbeschaffung für den Schlauchwagen aus dem Jahr 1967 diskutiert wurde. „Es wurde länger über das Auto gesprochen, als es in Zukunft vielleicht fahren wird“, so Eilts. Er lobte das Bestreben von Stadtrat Jürgen-Udo Pfeiffer in den vergangenen Jahren, die Beschaffung durchzuführen. „Ohne Jürgen-Udo Pfeiffer gäbe es dieses Feuerwehrauto nicht“, so Eilts. Für die Bürger der Stadt Alsfeld und ihrer Stadtteile kündigte er für die Zukunft effizientere Hilfe an. „Wir können mit dem Fahrzeug schneller und mehr helfen“, so der Stadtbrandinspektor. (pw)